11. Treiber
11.5
Finden / Installieren / Deinstallieren
Bevor man sich auf der Suche nach den neuesten Treibern auf den
Webseiten der Chipsatzhersteller tummelt, sollte man sich zuerst
vergewissern, welcher Chipsatz tatsächlich auf dem Mainboard sitzt. Das
Handbuch des Mainboards sollte hier Aufschluss geben. Falls dort die
Angaben nicht zu finden sind, hilft ein oft Blick auf das Mainboard
selber.
Hat man sich Klarheit verschafft, welcher Chipsatz auf dem Board ist,
lohnt sich oftmals auch ein Blick auf die Seiten der Mainboardhersteller
(siehe Kap. 13.2). Hier gibt es nicht immer die neuesten Treiber, aber
dafür sind die dort vorhandenen Treibern bisweilen geprüft und auf die
jeweiligen Mainboards und Chipsätze abgestimmt. Ihr Einsatz ist zu
empfehlen.
Die allerneuesten Treiber, z.T. auch noch solche im Beta-Status (deren
Einsatz hier ausdrücklich *nicht* empfohlen wird!), findet man
normalerweise ausschliesslich auf den Seiten der Chipsatzhersteller (siehe
Kap. 13.1). Die Treiber befinden sich dort i.d.R. im Support-Bereich.
Grundsätzlich gilt beim Besuch der jeweiligen Webseiten: Nicht einfach
nur den Treiber herunterladen! Normalerweise gibt es sowohl Anleitungen,
wie die Treiber zu installieren sind, als auch eine History, in der
dargelegt ist, was sich seit dem letzten Treiber evtl. geändert hat. Das
hilft vor allem beim Ausmerzen von Fehlern. Also: Augen auf nach allem,
was sich an Zusatzinformationen auf den Webseiten findet! Kommt man gar
nicht klar, können natülich auch Fragen in der jeweiligen Newsgroup
Klarheit verschaffen.
Eine Besonderheit sind selbstverständlich die zusätzlichen IDE und/oder
RAID-Controller auf den Mainboards. Sie benötigen eigene Treiber und sind
i.d.R. noch nicht in den Betriebssytemen integriert. Deshalb muss man sich
in diesem Falle zunächst darüber klar werden, was für ein Controller
verbaut ist. Häufig sind die Controller von Promise (http://www.promise.com), Highpoint (http://www.highpoint-tech.com) oder
CMD (http://www.cmd.com).
Auf den Webseiten der Hersteller finden sich häufig zwar die neuesten
Treiber, jedoch sollte man zunächst auf den Seiten der Mainboardhersteller
nachsehen, ob dort nicht vielleicht überprüfte und angepasste Treiber
bereitgestellt werden.
Die Installation stellt nur sehr selten ein wirkliches Problem dar.
Will ein Treiber partout die Installation verweigern, sollte man
nocheinmal überprüfen, ob man wirklich die richtigen Treiber vorliegen
hat. Ist dies der Fall, verhindern häufig abgeschaltete Board-Komponenten
(z.B. Sek. IDE, AGP etc.) die korrekte Installation der Treiber-Pakete.
Die Deinstallation dagegen ist häufig schwieriger. Das liegt jedoch nur
zum Teil an den "schlechten" Softwareroutinen. Häufig liegt das Problem
woanders: nach dem Aufspielen der Chipsatztreiber wurden z.B. andere
Updates eingespielt, welche die Software verändern. Die
Deinstallationsroutine der Chipsatztreiber findet dann die benötigten
Komponenten nicht mehr und verweigert die vollständige Deinstallation.
Dann hilft häufig nur das händische Löschen der Treiber, was vor allem
dann problematisch ist, wenn die Treiber grade verwendet werden - Windows
verweigert dann die Löschung. Ein Patentrezept gibt es auch hier nicht -
hier hilft nur "trial and error".
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