CPU+Mainboard-FAQ >> 5. Schnittstellen auf den Mainboards


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0. Inhaltsangabe
1. Über diese FAQ
2. Mainboards
3. CPUs
4. CPU-Kühlung
5. Schnittstellen
 5.1 Seriell (R...
 5.2 AT-Tastatu...
 5.3 PS/2-Ansch...
 5.4 Parallelpo...
 5.5 ISA
 5.6 MCA
 5.7 EISA
 5.8 VLB
 5.9 PCI, 64Bit...
 5.10 AGP
 5.11 AMR, CNR, ...
 5.12 USB
 5.13 FireWire (...
 5.14 Floppy
 5.15 IDE (ATA, ...
 5.16 SCSI
 5.17 LAN / RJ45...
 5.18 Bluetooth
6. IRQs
7. BIOS
8. RAM
9. Übertakten
10. Fehlersuche
11. Treiber
12. Montage
13. Links
14. Schlusswort

Anhang: 2 Grafikkarten im PC

5. Schnittstellen auf den Mainboards

Zurück zum Anfang des Kapitels  5.18 Bluetooth

Intention für die Entwicklung von Bluetooth war es, eine neue universelle und vor allem schnurlose Kommunikationsschnittstelle für eine Vielzahl von Geräten (PDAs, Digicams, Handys, Notebooks etc.) zu schaffen. Obwohl all diese Vorstellungen in Bluetooth eingegangen sind und auch verwirklicht wurden, findet Bluetooth nur sehr langsam den Weg in die entsprechenden Geräte. Immerhin gibt es seit Anfang 2002 endlich mehr als nur eine Handvoll blütoothfähiger Gerätschaften. Bluetooth sendet maximal etwa über eine Distanz von 10m, mit einer Bandbreite von 1MBit pro Sekunde. Diese Bandbreite müssen sich jedoch alle Geräte im Funkbereich teilen, da nur ein Kanal vorhanden ist.

Bluetooth ist technisch gesehen eine nahbereichs Funktechnik. Im Sinne der Bluetooth-Spezifikation soll jedes Gerät mit einem x-beliebigen anderen Bluetooth-Gerät kommunizieren können - soweit die Theorie. In der Praxis sieht das leider noch anders aus, was aber wohl häufig am noch frühen Stadium dieser Technik liegt. Ausserdem sind in Bluetooth verschiedene Sicherheitsmechanismen eingearbeitet worden, was die Kommunikation zweier Geräte erst nach häufig etwas aufwendiger Abstimmungsarbeit, die deutlich komplexer als etwa bei WLAN ist, erlaubt.
Grundlage der verschiedenen Anwendungen sind die so genannten Profile. Diese legen Herstellerübergreifend fest, wie die Geräte untereinander erkennen, welche Möglichkeiten vorhanden sind und wie diese zu nutzen sind. Typische vordefinierte Profile sind:

  • File Transfer Profile: Dient dem Austausch von Daten zwischen Geräten, beispielsweise einer Notiz zwischen PDA und Notebook.
  • Synchronization Profile: Ist eine spezialisierte Form des File Transfers. Hier können Daten abgeglichen werden. Um die Kompatibilität mit bestehender Synchronisatios-Software für IrDA zu wahren, gibt es eine eigene Protokollschicht namens IrMC.
  • LAN Access Profile: Gedacht, um Zugriffe auf Firmennetzwerke zu ermöglichen. Hier muss ein Rechner als Bridge konfiguriert werden, der einen Netzwerkanschluss besitzt (LAP, LAN Access Point). Man sollte jedoch ob der geringen Bandbreite von 1MBit/s von Mega-Byte schweren Übertragungen absehen - so werden höchsten lange Kaffeepausen forciert.
  • Ultimate Headset Profile: Ursprünglich nur als Ersatz des verkabelten Head-Sets beim Handy gedacht, kann ein solches Bluetooth-Headset noch mehr, wie etwa die Zusammenarbeit mit einem stationären Telefon oder einem PC zwecks Diktat etc.
  • Three-in-One Phone Profile: Kann mehr als die direkte Verknüpfung zweier Head-Sets à la "Walkie-Talkie": Geräte mit Tastatur und Anzeige können als Schnulostelefon wie bei DECT agieren, oder gar als reguläres GSM- oder UMTS-Handy arbeiten.
  • Serial Port Profile: Mit diesem eher universellen Profil soll es den Entwicklern leicht gemacht werden, Anwendungen, die RS-232 nutzen, auf Bluetooth abzustimmen oder umzustellen.

Bluetooth hat durchaus alles Nötige, um zum "Renner" bei allen mobilen Anwendungen zu werden - sobald sich eine breite Unterstützung durch Hardware (Chipsätze, AddOn-Karten, Geräte), und Software (Betriebssysteme, Treiber etc.) findet.

Federführend bei der Entwicklung von Bluetooth ist die "Bluetooth Special Interest Group" (Bluetooth SIG), die unter http://www.blütooth.com zu finden ist. Die Specs sind frei erhältlich. Weitere Infos zu Bluetooth gibt es auch noch in der c't 9/01 Seite 100f und 1/02 Seite 116ff.



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